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Aus dem Meller Kreisblatt v. 10. 4. 2004Heftige Kontroversen in der Schulstrukturdebatte
Die Umsetzung der sog. Schulstrukturreform hat vor allen Dingen in den Ortsteilen der Stadt Melle zu heftigen Diskussionen und zu Empörung geführt. Bei der Ratssitzung am 19. Dezember 2003 gabe es für keines der vier vorgelegten Modelle eine Mehrheit.
Der Anfang Januar 2004 vom Verwaltungsausschuss gefasste Beschluss zur Festlegung von Einzugsbereichen wurde aus mehreren Gründen kritisiert. Er war das auslösende Moment für Eltern aus den Ortsteilen Oldendorf/Westerhausen und Wellingholzhausen ein Bürgerbegehren vorzubereiten.
In knapp drei Wochen gelang es den Initiatoren, fast 6.000 Unterschriften zu sammeln und damit deutlich mehr als erforderlich.
Die Unterschriften wurden der Stadt Melle Anfang April 2004 vorgelegt. Nachdem der Verwaltungsausschuß der Stadt das Bürgerbegehren am 11. Mai 2004 für unzulässig erklärt hat, beauftragten die Initiatoren ein Anwaltsbüro Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück zu erheben.
Anfang 2005 hat das Verwaltungsgericht Osnabrück die Klage abgewiesen. Derzeit wird bei den Initiatoren überlegt, ob weitere Anstrengungen unternommen werden sollen, um zumindest den Wegfall der Einzugsbereiche für Hauptschulen und Realschulen zu erreichen. Die in der örtlichen Presse bis zum Juni 2004 zu dieser Thematik erschienenen Beiträge können hier nachgelesen werden.
Übersichtskarte der Stadt Melle / Grafik zur Umsetzung des Ratsbeschlusses
Schuelerwanderung.pdf Adobe Acrobat Dokument [325.0 KB] Neue Osnabrücker Zeitung: Online-Beitrag nach der abschließenden Ratssitzung von Mitte März 2004 |